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Geschichte der Wasserversorgung

Das Gründungsjahr des Wasserwerkes der Stadt Bünde mit der ersten Brunnenbohrung auf dem Hüller in Kirchlengern war das Jahr 1903.

1903

Die Stadt Bünde war soeben aus dem Amtsverband ausgeschieden, d.h. eine amtsfreie Stadt geworden. Amtmann von Schütz, bislang Chef des Amtes Bünde, wurde zum Leiter des neuen Amtes Ennigloh berufen, während in der Stadt Bünde ein neuer Mann sein Amt als Bürgermeister antrat: Karl Straubel.

Er war vordem in der sächsischen Stadt Crossen in leitender Stellung tätig gewesen und hatte dort u.a. eine zentrale Wasserversorgung aufgebaut.

Die dort gesammelten Erfahrungen und die Notwendigkeit einer zentralen Wasserversorgung in der Stadt Bünde führten dazu, dass gleich nach dem Amtsantritt von Karl Straubel mit den geologischen Untersuchungen begonnen wurde.

Die Geländehöhe des Hüllers in Kirchlengern, 60 m über dem Stadtkernniveau, bot sich zur Errichtung des ersten Hochbehälters an, um den natürlichen Zufluß ohne die Verwendung von Pumpen zu nutzen.

1908

Nach erfolgreichen Versuchsbohrungen im Jahre 1908 wurden 3 Tiefbohrungen von 50 m Tiefe in Verbindung mit einem 100 m langen Stollen vorgenommen.

Wasserwerk

1908

Nach erfolgreichen Versuchsbohrungen im Jahre 1908 wurden 3 Tiefbohrungen von 50 m Tiefe in Verbindung mit einem 100 m langen Stollen vorgenommen.

1914

Der steigende Wasserbedarf machte daraufhin den Bau des Wasserwerkes in Spradow im Jahre 1914 erforderlich, mit der heute noch tiefsten Brunnenbohrung, von 240 m, 2 Tiefbohrungen von 40 m, einem 450 m langen Stollen (erbaut von französischen Kriegsgefangenen) und einem Hochbehälter, welcher ein Fassungsvermögen von 700 m3 Wasser hat.

1921

Die große Trockenheit des Jahres 1921 bedingte den Einsatz einer Mammutpumpe auf dem Hüller, um den Wasserfluß vom Wasserwerk Spradow steigern zu können.

Der steigende Wasserbedarf in der Stadt Bünde bedingte die Erschließung weiterer Wassergewinnungsgebiete und den Bau von entsprechenden Wasserwerken.

1925

So war 1925 der Bau des Wasserwerkes Kirchlengern-Hüller zu verzeichnen.

1928

Zufriedenstellende Probebohrungen und Pumpversuche rechtfertigten 1928 den Bau des Wasserwerkes Muckum-Habighorst.

1936

Bis zum Jahre 1936 war die weitere Zunahme des Wasserverbrauches so groß, dass zusätzliche Wasservorkommen erschlossen werden mußten.

Das Tal der "Billerke" in Muckum wurde von den Geologen als ein grundwasserträchtiges Gebiet mit ausgezeichneter Wasserqualität entdeckt. Es entstand das Wassergewinnungsgebiet Muckum-Billerke.

1953

Der Bau eines modernen Hochbehälters auf dem Hüller wurde 1953 erforderlich, um eine einwandfreie Versorgung der sogenannten Hochzone Hüller und weitere Speichermengen für das Gebiet der Stadt Bünde sicherstellen zu können.

Diese vier Grundwasserwerke Häver, Spradow, Habighorst und Billerke konnten ihr gefördertes Wasser ohne jede Aufbereitung direkt an die Verbraucher abgeben, den ständig anwachsenden Wasserverbrauch aber konnten sie nicht abdecken.

Die Fündigkeit der Geologen löste dieses Problem. In Ahle am Nienburger Wehr im Bereich der Else konnte man nach entsprechenden Vorbereitungen die ersten Brunnen niederbringen. Um aber dieses stark eisen- und manganhaltige Grundwasser auf Trinkwasserqualität zu bringen, mußte das 1954 erbaute Wasserwerk Ahle mit einer Aufbereitungsanlage versehen werden.

1963

Nach der Umgründung der Stadtwerke Bünde in Energie- und Wasserversorgung Bünde GmbH im Jahre 1963 wurde nach fast 20 Jahren (1973) eine Modernisierung des Hauptwasserwerkes Ahle nötig. Ebenso mußten die Wasserwerke Habighorst, Spradow und Hüller modernisiert werden.

Darüber hinaus wurden die entsprechenden Grundwasser-Gewinnungsgebiete regeneriert.

In diesem Jahr beginnt auch der Ausbau der zentralen Wasserversorgung in den Gesellschaftergemeinden Bünde, Kirchlengern und Rödinghausen.

1974

Der Bau des Reinwasserbehälters in Ahle, die sogenannte "Ahler-Moschee" im Jahre 1974 und die Aufnahme des Fremdwasserbezuges vom Großraumwasserwerk in Hedem, welches im Besitz des Wasserbeschaffungsverbandes Kreis Herford-West ist, dessen technische Leitung aber in den Händen der EWB liegt, bedeutet eine Sicherstellung der Wasserversorgung bis weit über das Jahr 2000 hinaus.

1977

Mit dem Abschluß des Ausbaues der zentralen Wasserversorgung in Kirchlengern und Rödinghausen im Jahre 1977 und dem Ausbauabschluß in der Gesellschafterstadt Bünde im Jahre 1979 verfügt die EWB im Jahre 1983 über ein Wasserrohrnetz von 560 km Länge sowie einer Jahreswasserabgabe von 2.733.000 m3.

1983

Bei einer Einwohnerzahl von 66.577 im Versorgungsgebiet sind 1983 63.500 Einwohner = 95,4% an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen.

1993

Nach einer zehnjährigen Konsolidierungsphase und annährend 20-jährigem Betrieb der Gewinnungsanlagen in Ahle und Habighorst waren wiederum Modernisierungsarbeiten notwendig. In diesem Zusammenhang wurde zunächst der Reinwasserzwischenbehälter Ahle (Ahler Moschee) umfassend saniert, so dass technisch betrachtet von einer Neuwertigkeit auszugehen ist.

1995

In diesem Jahr erfolgte der vollständige Umbau des Wasserwerkes Ahle, wobei die Reinwasserpumpenanlage, die Aufbereitung und das Steuerungs- und Leitsystem vollständig überarbeitet wurden. Die Anlagen befinden sich seitdem auf dem aktuellen Stand der Technik.

Bild

1925

So war 1925 der Bau des Wasserwerkes Kirchlengern-Hüller zu verzeichnen.

1928

Zufriedenstellende Probebohrungen und Pumpversuche rechtfertigten 1928 den Bau des Wasserwerkes Muckum-Habighorst.

1936

Bis zum Jahre 1936 war die weitere Zunahme des Wasserverbrauches so groß, dass zusätzliche Wasservorkommen erschlossen werden mußten.

Das Tal der "Billerke" in Muckum wurde von den Geologen als ein grundwasserträchtiges Gebiet mit ausgezeichneter Wasserqualität entdeckt. Es entstand das Wassergewinnungsgebiet Muckum-Billerke.

1953

Der Bau eines modernen Hochbehälters auf dem Hüller wurde 1953 erforderlich, um eine einwandfreie Versorgung der sogenannten Hochzone Hüller und weitere Speichermengen für das Gebiet der Stadt Bünde sicherstellen zu können.

Diese vier Grundwasserwerke Häver, Spradow, Habighorst und Billerke konnten ihr gefördertes Wasser ohne jede Aufbereitung direkt an die Verbraucher abgeben, den ständig anwachsenden Wasserverbrauch aber konnten sie nicht abdecken.

Die Fündigkeit der Geologen löste dieses Problem. In Ahle am Nienburger Wehr im Bereich der Else konnte man nach entsprechenden Vorbereitungen die ersten Brunnen niederbringen. Um aber dieses stark eisen- und manganhaltige Grundwasser auf Trinkwasserqualität zu bringen, mußte das 1954 erbaute Wasserwerk Ahle mit einer Aufbereitungsanlage versehen werden.

1963

Nach der Umgründung der Stadtwerke Bünde in Energie- und Wasserversorgung Bünde GmbH im Jahre 1963 wurde nach fast 20 Jahren (1973) eine Modernisierung des Hauptwasserwerkes Ahle nötig. Ebenso mußten die Wasserwerke Habighorst, Spradow und Hüller modernisiert werden.

Darüber hinaus wurden die entsprechenden Grundwasser-Gewinnungsgebiete regeneriert.

In diesem Jahr beginnt auch der Ausbau der zentralen Wasserversorgung in den Gesellschaftergemeinden Bünde, Kirchlengern und Rödinghausen.

1974

Der Bau des Reinwasserbehälters in Ahle, die sogenannte "Ahler-Moschee" im Jahre 1974 und die Aufnahme des Fremdwasserbezuges vom Großraumwasserwerk in Hedem, welches im Besitz des Wasserbeschaffungsverbandes Kreis Herford-West ist, dessen technische Leitung aber in den Händen der EWB liegt, bedeutet eine Sicherstellung der Wasserversorgung bis weit über das Jahr 2000 hinaus.

1977

Mit dem Abschluß des Ausbaues der zentralen Wasserversorgung in Kirchlengern und Rödinghausen im Jahre 1977 und dem Ausbauabschluß in der Gesellschafterstadt Bünde im Jahre 1979 verfügt die EWB im Jahre 1983 über ein Wasserrohrnetz von 560 km Länge sowie einer Jahreswasserabgabe von 2.733.000 m3.

1983

Bei einer Einwohnerzahl von 66.577 im Versorgungsgebiet sind 1983 63.500 Einwohner = 95,4% an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen.

1993

Nach einer zehnjährigen Konsolidierungsphase und annährend 20-jährigem Betrieb der Gewinnungsanlagen in Ahle und Habighorst waren wiederum Modernisierungsarbeiten notwendig. In diesem Zusammenhang wurde zunächst der Reinwasserzwischenbehälter Ahle (Ahler Moschee) umfassend saniert, so dass technisch betrachtet von einer Neuwertigkeit auszugehen ist.

1995

In diesem Jahr erfolgte der vollständige Umbau des Wasserwerkes Ahle, wobei die Reinwasserpumpenanlage, die Aufbereitung und das Steuerungs- und Leitsystem vollständig überarbeitet wurden. Die Anlagen befinden sich seitdem auf dem aktuellen Stand der Technik.

1997/1998

Insgesamt gehen die Kunden unseres Unternehmens mit der wertvollen Ressource Trinkwasser mehr und mehr sorgsam und sparsam um. Gleichwohl hat sich in den Jahren das Abnahmeverhalten aber dahingehend geändert, dass zunehmend die Tagesentnahmespitzen immer stärker in Anspruch genommen werden. Als Konsequenz hieraus wurde 1997 und 1998

der Hochbehälter Hüller, bezogen auf das Speichervolumen von 2000 m3 auf 4000 m3, erweitert. Gleichzeitig wurde die ganze Rohrleitungs- und Maschinentechnik erneuert.

1998

Nach der vollständigen Sanierung des Wasserwerkes Ahle im Jahre 1993 mußte auch das Wasserwerk Habighorst umfassend saniert werden. Auch diese Anlage befindet sich auf dem neuesten Stand der Technik und stellt sicher, daß die hohen Anforderungen an Menge und Qualität eingehalten werden.

Aus dieser Kurzchronik ist zu ersehen, was im Ablauf von fast 100 Jahren bezogen auf die Wasserversorgung im heutigen EWB-Bereich geschaffen wurde, um die Wasserversorgung langfristig zu sichern.

Der hohe technische Stand der Gewinnungs-, Aufbereitungs-, Speicher- und Verteilungsanlagen und das realisierte flächendeckende Versorgungskonzept sorgen mit den Bezugsmengen aus dem Wasserwerk Hedem des Wasserbeschaffungsverbandes Kreis Herford-West dafür, daß diese langfristige Sicherstellung der Wasserversorgung erbracht ist.

2002

Am 11. Oktober 2002 konnte das Unternehmen einen großen Erfolg verzeichnen. Der "Deutsche Verband des Gas- und Wasserfaches" (DVGW) zertifizierte das technische Sicherheitsmanagement der EWB nach DVGW G/W 1000. Damit wurden das hohe Niveau und der technische Standard bei der Trinkwasserversorgung offiziell bestätigt. Die mit der Zertifizierung verbundenen Überprüfungen aller Unternehmensbereiche garantieren außerdem ein hohes Maß an Versorgungssicherheit. Denn Wasser ist das wichtigste Lebensmittel, ohne das kein Leben möglich ist.

2003

Die EWB heute
Mittlerweile sind also 100 Jahre vergangen, seitdem auf dem Hüller die Wasserversorgung der Stadt Bünde begonnen hat. In dieser Zeit haben sich die ehemaligen Stadtwerke zu einem leistungsfähigen, kommunalen Versorgungsunternehmen entwickelt. Ingesamt vier eigene Wasserwerke bzw. Wassergewinnungsanlagen fördern derzeit rund 2 Mio. m3 Trinkwasser jährlich und stellen damit 2/3 des Wasserbedarfes im Versorgungsgebiet sicher. Dazu gehören mehr als 30 Brunnen und vier Aufbereitungsanlagen sowie vier Hochbehälter im gesamten Versorgungsgebiet. Zusätzlich werden ca. 1 Mio. m3 Trinkwasser jährlich vom WBV Kreis Herford-West bezogen. Das verlegte Rohrnetz hat eine Länge von ca. 604 Kilometern und wird mit jedem Jahr erweitert.

Die Zusammenarbeit mit dem Wasserbeschaffungsverband Kreis Herford-West und die Kooperation mit der Landwirtschaft haben außerdem dafür gesorgt, dass heute und in Zukunft die Versorgung mit ausreichend, qualitativ hochwertigem Trinkwasser sichergestellt ist. Eine beachtliche Leistung, wenn man sich an die eher schlechte Ausgangssituation in den Jahren um 1903 erinnert.

Natürlich stehen die anderen Versorgungsbereiche der Energie- und Wasserversorgung Bünde GmbH dem Wasser in keiner Weise nach. So wurde auch das technische Sicherheitsmanagement der EWB für die Gasversorgung am 10. Februar 2003 vom "Deutschen Verband des Gas- und Wasserfaches (DVGW)" zertifiziert. Die Bestätigung dafür, dass Qualität auf allen Ebenen groß geschrieben wird. Neben Bünde, Kirchlengern und Rödinghausen wird Spenge mit Erdgas und Nahwärme versorgt.